KÜCHEN MAKEOVER

Mit wenig aufwand und Kosten zur neuen, alten Küche

Wohnung neu bezogen, doch die Küche ist eher mau? Die Küche ist optisch in die Jahre gekommen, wäre aber von der Basis noch gut in Schuss? Die Aufteilung, der Stauraum passen nicht mehr zu meinen aktuellen Bedürfnissen? Eine komplett neue Küche ist budgetär nicht drin?

So ging es auch einer Kundin: Traumwohnung gekauft - Schwachpunkt Küche. Wir zeigen euch anhand ihrer Küche, was man aus einer alten Küche machen kann. Schonend fürs Geldbörserl.

 

1. Aufteilung & Anordnung

Die Raumaufteilung – vor allem auch zu den angrenzenden Zimmern – war für uns oberste Priorität. Wir mussten mehr Platz im angrenzenden Kinderzimmer schaffen und wollten dennoch ein offeneres Gefühl in der kleiner werdenden Küche schaffen.

 

Zu allererst haben wir den schmalen, runden Eingang vom Vorraum vergrößert. Höher und breiter – so war der erste Blick gleich offener.

Die größte räumliche Veränderung haben wir angrenzend zum Kinderzimmer geschaffen: wo einst ein kleiner Essplatz war, haben wir eine Zwischenwand eingezogen und haben dort einen Schrankraum fürs Kinderzimmer geschaffen. Die alte Flügeltüre musste (an dieser Stelle) weichen, stattdessen haben wir Schiebetüre eingesetzt. Platzsparend kann sie bei Bedarf offen gelassen werden und gibt so ein neues Raumgefühl bis zum Kinderzimmer durch.

 

Abgesehen davon, haben wir an der Anordnung der Küchenmöbel ein paar kleine aber markante Änderungen vorgenommen:

  • die Fensterseite wollten wir offener gestalten, weshalb wir hier einerseits die Oberschränke entfernt haben, andererseits auch ein paar Unterschränke weggenommen haben. Hier haben wir später einen kleinen Frühstücks-Platz für die beiden Kinder eingerichtet.
  • um dennoch genügend Stauraum zu behalten, haben wir die übrigen Schränke auf der anderen Seite neu angeordnet. Genauer gesagt haben wir einfach eine Etage oben drauf gesetzt. Besonders durch die dadurch entstehende Unregelmäßigkeit der Schranktüren bricht die biedere Optik der Küche auf.

 2. Schatzsuche a.k.a. der Boden

Der Boden trägt ungemein zum Wohlfühlfaktor eines Raumes bei. So waren wir hier mit Linoleum und Laminat konfrontiert – beides sehr in die Jahre gekommen und wenig gemütlich. Von Beginn an war klar, dass wir durchgehend einen einheitlichen Boden von Küche bis Kinderzimmer haben wollten um dem Raum bei offener Türe mehr Weite zu verleihen.

 

Der ursprüngliche Plan sah vor Niveauunterschiede auszugleichen und die Fläche neu mit Naturkork zu verlegen. Doch – surprise surprise – unter mehreren Bodenschichten fanden wir einen alten Fischgrätparkett. Jackpot! Ab diesem Zeitpunkt wurde sehr sehr viel geschliffen, versiegelt, ausgebessert und eingelassen. Der Aufwand hat sich definitiv gelohnt und wir haben hier ein riesen Stück gemütliches Altblau-Flair zurückgewonnen.


3. Arbeitsplatte

Eine finanziell gesehen kleine Investition, im Vergleich zur Anschaffung einer neuen Küche, haben wir für eine neue Arbeitsplatte veranschlagt. Ganz wichtig war uns eine warme, natürliche Optik zu erzielen, die der Küche einen neuen modernen Look verleiht.

 

Unser Tipp: sofern es euer Budget erlaubt, greift bei einer Küchenarbeitsplatte aus Holz unbedingt zu Vollholz! Vollholz-Platten lassen sich super „stückeln“ und geben eurer Küche einen wesentlich hochwertigeren Look.

 

In unserem Fall haben wir zu einer sehr massiven Buche-Platte gegriffen. Besonders an der Fensterseite kommen die Vorteile zur Geltung: so haben wir das Fensterbrett rausgenommen und eine durchgehende Fläche bis zum Fenster geschaffen. Auch der direkt anschließende Frühstücksplatz wurde gleich aus der Arbeitsplatte geschaffen. Um den Look zu vervollständigen, haben wir noch offene Boards aus hier angebracht.

 

Pflegetipp: Massivholzplatten müssen nur mit Öl (z.B. Leinölfirnes) mehrmals eingelassen werden und sind so optimal für Flecken und Nässe geschützt. Massivholz-Platten lassen sich außerdem immer wieder schleifen und neu einlassen – sollte mal ein gröberes Hoppala passieren.


4. Griffe

Im Verhältnis gesehen auch nur ein kleine Investition, mit der man aber eine riesengroße optische Änderung erzielen kann. Unsere Kundin ist großer Fan der ÖSTERNAS Griffe von Ikea, so war klar dass wir die auch hier verwenden werden. Sie fügen sich aber perfekt in den natürlichen Look der Küche ein.

 

Unser Tipp: die Lochabstände der Griffe sind Standard-Maße, wenn ihr also eurer Küche oder euren Möbeln neuen Schwung verleihen wollt, seht euch doch erst mal nach neuen Griffen um!

5. Farben

Ihr habt schon viel gesehen: durch den neuen Boden, die Arbeitsplatte und die Griffe sind wir weg vom harten schwarz-weiß Look hin zu einer natürlichen Optik gegangen. Ein wichtiger Punkt dabei waren auch die Fliesen mit ihren doch sehr markanten Farben. Neue Fliesen oder eine darüber liegende Platte stand in diesem Fall nicht zur Option, denn wir haben einen viel einfacheren und vor allem günstigeren Weg gewählt: Fliesen lackieren!

 

Unser Tipp: geht dafür in den Fachhandel, denn ihr könnt hier bei Baumarkt-Produkten nicht wirklich sparen. Der allergrößte Vorteil liegt vor allem in der schier unendlichen Farbauswahl und der top Beratung was beispielsweise die unterschiedlichen Grundierungen angeht oder welches Equipment ihr am besten verwendet.

 

Grundieren, über Nacht trocknen, zwei Anstriche Farbe und fertig war eine vollständig neue Optik. Wichtig ist vorher wirklich sauber abzukleben, ansonsten benötigt man dafür tatsächlich keine großen Vorkenntnisse. Und mit einer Netto-Arbeitszeit von nicht mal 2 Stunden (in unserem Fall) ist das Lackieren von Fliesen ein Projekt, aber das man sich durchaus drüber trauen kann.


 6. Geräte

Ob sich die Anschaffung neuer Geräte ausgeht, ist natürlich immer eine Sache des Budgets. Es muss aber nicht immer alles komplett neu sein. So haben wir beispielsweise den noch voll funktionstüchtigen Herd belassen und lediglich die alten Herdplatten gegen ein Induktionskochfeld getauscht.

 

Eine relativ große optische Veränderung kann man mit moderneren Spülbecken und Armaturen erzielen, was sich aber gleich mal mit ein paar Hundertern aufs Budget schlagen kann. Schaut auch bei willhaben vorbei – dort gibt’s eine riesen Auswahl. Ein heißer Tipp (vor allem für Geräte) sind Händler für Gebrauchtgeräte und transportbeschädigte Waren zu recherchieren, man findet dort oft Schätze zu leistbaren Preisen!

 

Unser Fazit: es muss nicht immer neu sein, durch ein paar Handgriffe und Investition kann man große Veränderungen erzielen.

 

Dir fehlt aber vielleicht die Vorstellungskraft, was in deinen vier Wände möglich wäre? Melde dich einfach unverbindlich bei uns, wir helfen wir gern mit Ideen und Möglichkeiten! Und gern auch mit Profis für die Umsetzung, wenn du dabei Unterstützung brauchen solltest!

Vorher - Nachher im direkten Vergleich: